jüdischer Feminismus 101 – nicht was ihr erwartet, aber was ihr verdient

Da ich nach meinem Missy-Debüt im Sommer 2017 so viele Nachrichten bekommen habe von Leser*innen, die ich offensichtlich in unaushaltbarer Verwirrung zurückgelassen habe, werde ich nun etwas tun, dem ich mich sonst verweigere: einen Grundlagentext dazu, was jüdischer Feminismus meint oder vor allem nicht meint.

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Not Your Goy*Toy – Warum ihr nicht wisst, was ein Goy ist, und ich den Begriff wc-Deutsch liebe.

Who is the Goy here?
Als ich nach einem Titel für die Kolumne gesucht habe, war ich ziemlich schnell von „Not Your GoyToy“ begeistert. Als ich den Titel allerdings an meinen Freund*innen ausprobiert habe, war die Reaktion immer sehr verhalten. Die meisten von ihnen hatten keine Ahnung, wer oder was ein Goy ist und was der Titel bedeuten soll. Witzigerweise lag das Unverständnis bei den meisten daran, dass sie genau das sind – Goys.

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Erzogen wie Elefanten – Die Narrative unserer Familien

„Deine Mutter wollte eigentlich einen Sohn. Deswegen hat sie versucht, dich zu einem Jungen zu machen“, „Deine Mutter hat sich selbst und deswegen alle Frauen gehasst, deswegen hat sie dich wie einen Jungen angezogen“, „Deine Mutter konnte dich nicht Mädchen sein lassen, weil sie eigentlich einen Jungen, einen Mann in ihrem Leben wollte.“

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Namen sind nur Qual und Lauch

Jede Person, die sich mit queerfeministischen Politiken befasst und zwar nicht nur in der Theorie, sondern auch ganz praktisch, stellt irgendwann fest, dass Namen ein hoch politisches Thema sind. In Bezug auf ungefähr alle Dimensionen, die in Zusammenhang mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen stehen. Zumindest in Bezug auf Gender, Race und Klasse sind die Diskurse dazu sehr eindeutig. Weiterlesen

Solang wir uns um uns selber drehen

Gerade ist Facebook und Twitter voll von den Hashtags #keinekleinigkeit und #metoo. Und ich finde es wichtig sexualisierte Gewalt (ich spare mir das „und Belästigung“ weil die Differenzierung Teil des Problems ist) immer und immer wieder in den öffentlichen Raum zu tragen, bis endlich ALLE kapiert haben, dass wir ein Problem haben und/oder wir das Patriarchat stürzen.
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Sommer in the City

Ich freue mich immer den ganzen Winter auf den Sommer. Bis er dann da ist. Für dicke Menschen sind heiße Tage besonders anstrengend. Es fängt morgens an, wenn ich das Radio anschalte und mir anhöre, wie irgendsoein Dude darüber philosophiert, dass dicke Menschen im Sommer angeblich besonders stinken (sic!). Sommer ist Bullshit-Time. Am laufend Band werde ich für meine dicken Beine, kurzen Röcke, freien Arme geshamed, Weiterlesen

Jüdische Bilder


Ich wurde vor ein paar Tagen nach einer Kurzbio und einem Bild von mir gefragt. Ersteres war nicht schwierig und auch bei der zweiten Bitte dachte ich, dass sei ja kein Problem. Ich hab tonnenweise Bilder von mir. Beim Durchsuchen meiner Galarie fing ich an darüber nachzudenken was für ein Bild ich will.
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Was wäre wenn…

„Was wäre wenn…“ ist ein Spiel , das ich früher bis zum Erbrechen gespielt habe. In den letzten Jahren ist es weniger geworden.
Was wäre wenn die Dinge anders gelaufen wären? Was wäre wenn ich weniger Ressourcen zum Überleben hätte aufwenden müssen. Wenn mein Alltag und mein Leben anders verlaufen wären. Dabei geht es nicht um eine Neuerfindung meine gesamten Biographie. Weiterlesen